Jugendcamp 2016 – von Fledermäusen, Olympioniken und Wasserratten

Unser SGSV-Landesverband Sachsen-Anhalt veranstaltete vom 17. bis 19. Juni 2016 sein alljährliches Jugendcamp für die Jugendlichen aller Vereine. Als noch junger Verein im LV nutzte der Burger Hunde- und Naturfreunde e.V. diese Gelegenheit, sich als Verein  vorzustellen und den Jugendlichen die Möglichkeit zu bieten, auch außerhalb von Turnieren in Kontakt zu treten. Hier ein Bericht zum abenteuerlichen Hundesportwochenende von Sylvia und Thomas Jäger vom Gastgeberverein  (vielen Dank dafür!):

Am 17.06.2016 begann das Camp mit immer wiederkehrendem Starkregen und wir sahen schon die Zelte Richtung Elbe schwimmen. Da sich der Regen nicht verabschieden wollte, sprang der NABU-Regionalverband, auf dessen Gelände unser Verein ist, mit ins Boot und alle Teilnehmer erhielten ein festes Dach über dem Kopf gleich neben unseren Übungsplätzen. Nachdem die Sachen verstaut waren, wartete schon das erste Highlight.

Die Sportfreunde der DRK Rettungshundestaffel Magdeburg/Jerichower Land hatten eine Vorführung gezeigt und fast alle konnten mit in das kurze Training einbezogen werden. Es gab Ausführungen zur Arbeit der Rettungshundestaffel und einige Sucharbeiten der Hunde mit ihren Hundeführer. Im Anschluss ging es zum Abendessen, wo uns die Mitglieder des NABU mit einem reichhaltigen Büfett erwarteten. Gut gestärkt ließen wir den Abend ausklingen und nutzten die Zeit für Gespräche unter Hundefreunden. Um 22 Uhr kam Herr Kramer vom NABU Regionalverband Burg und hielt einen Vortrag über Fledermäuse. Da wir uns mitten in den Elbauen befinden und auch auf unserem Übungsplatz Fledermäuse fliegen, wurde die Theorie gleich noch mit Beobachtungen aufgepeppt. Auch wenn wir nur zwei der kleinen Tiere gesehen haben, war es eine informative Einlage, die allen sichtlich gefallen hat. Nun hieß es aber schlafen gehen, denn am nächsten Tag sollte es sehr früh losgehen. Um 7 Uhr war Frühstück angesagt und um 8 Uhr stand ein Bus vor dem Gelände, den es zu erreichen galt. Also Hunde ins Bett gebracht und schnell geschlafen.

Etwas müde aber gut gelaunt begann der Samstag. Alle waren pünktlich und so konnte die Überraschung starten. Mit dem Bus ging es in die Landeshauptstadt Magdeburg. Fast alle anwesenden Hunde stiegen freudig mit ihren Hundeführern in den Bus. Fast alle – eine Hündin war zuerst skeptisch. Doch mit gutem Zureden und der Hilfe von Raik stieg sie in den Bus und die Reise konnte losgehen. Bei schönstem Sonnenschein fuhren wir von Blumenthal über Burg, Niegripp, Hohenwarthe, weiter über die A2 nach Magdeburg. Vom Bus aus sahen wir die Kaliberge vom K&S Kaliwerk Zielitz und die Doppelsparschleuse des Mittellandkanals, als wir diesen bei Hohenwarthe überquerten. Von der Autobahn hatten wir einen sehr schönen Blick auf die Trogbrücke des Mittellandkanals, die sich über die Elbe erstreckt. Unser Ziel war der Petriförder in Magdeburg, denn dort legen die Dampfer der Weißen Flotte Magdeburg ab. Erst hier erfuhren die Kinder, dass wir nicht 10 km wandern werden wie angekündigt, sondern eine Dampferfahrt auf der Elbe unternehmen.

Alle Mann an Bord

Die MS „Wolfsburg“ stand bereit und war nur für uns reserviert. Am Petriförder erwarteten uns noch weitere Hundesportfreunde des Vereins, die es sich nicht nehmen lassen wollten, mit den Jugendlichen gemeinsam und ihren Hunden eine Dampferfahrt zu machen. Nachdem alle an Bord waren … alle? Nein, einer fehlte. Wie schon beim Bus, zeigte sich Hündin Kati auch beim Schiff erst eigensinnig. Aber auch hier ließ sie sich überzeugen, mit uns die Dampferfahrt zu genießen. Nun waren wirklich alle an Bord und es hieß Leinen los. Die Fahrt führte uns stromaufwärts bis nach Schönebeck/Frohse und wieder zurück. Nach zweieinhalb Stunden war die schöne Fahrt leider schon vorbei. Mit dem Bus ging es zurück ins Camp, wo bereits das Mittagessen wartete. Bei Nudeln mit Gulasch konnten sich alle stärken und auch noch etwas ausruhen, denn um 15 Uhr sollte der Startschuss für die Camp-Olympiade fallen.

Wir hatten einen Parcours aufgebaut, den es mit dem eigenen oder einem geliehenen Hund zu absolvieren galt. Nach dem Start kam der Slalom, anschließend 3 Hürden, dann ein Fass zum Überspringen. Weiter ging es mit den Übungen Sitz, Platz und Steh. Es folgte eine Rechtswendung … und weiter durch den Tunnel. Am Ende des Tunnels musste der Hundeführer in ein paar Rasen-Ski steigen und gemeinsam mit dem Hund 5 Meter laufen. Es folgte erneut eine Rechtswendung und der Hund musste in eine Schubkarre einsteigen, die vom Hundehalter 5 Meter geschoben wird. Diese Übung stellte die Hundeführer vor ein Problem, denn die Hunde wollten nicht in die Schubkarre, also gab es Strafsekunden. Nach der Schubkarre kam das Zielwerfen mit der Wasserbombe. Jeder hatte nur einen Wurf und sollte so viele Punkte wie möglich erreichen. Danach ging es zum Sackhüpfen für den Hundeführer. Der Hund war immer dabei und musste nebenbei an der Leine geführt werden. Weiter ging es über eine Rechtswendung zur Grundstellung. Von dort aus musste der Hundeführer seinen Hund in einem Feld ablegen während er selbst weiter nach vorne ging, wo ihn unser OfJ Raik mit einer Kübelspritze der Detershagener Feuerwehr erwartete. Nun hieß es alle Büchsen vom Tisch zu schießen. Im Anschluss zurück zum Hund und ab durchs Ziel. Die Olympiade kam nicht nur bei den Jugendlichen gut an – auch einige unserer Sportfreunde ließen es sich nicht nehmen, über den Parcours zu flitzen.

Anschließend erwartete uns ein Grillbuffet zum Abendessen, was wir uns redlich verdient hatten. Die Hunde bekamen natürlich zuerst ihr Futter und konnten sich vom Erlebten des Tages erholen.

Nachdem sich alle gestärkt hatten, gab es natürlich noch die Siegerehrung zur Camp-Olympiade. Sieger waren sie ja alle, aber es gibt nun mal nur einen ersten, zweiten und dritten Platz.

1. Platz Josefin Baum mit Cora (HSV Quedlinburg), 2:10 min
2. Platz Ronny Hellmund vom (HSV Quedlinburg), 2:15 min
3. Platz Leonie-Marie Peter (HSV Burg), 2:19 min

Am Lagerfeuer mit Stockbrot ließen wir den Abend ausklingen und es gab noch das ein oder andere Gespräch über die Tageserlebnisse. Die Jugend versammelte sich am Lagerfeuer mit Stockbrot, wir anderen fachsimpelten über Hundeerziehung und die Vierbeiner träumten bereits. Was sie träumten, werden wir wohl nie erfahren.

Am Sonntag gab es noch eine gemeinsame Übungsstunde mit den Burger Sportfreunden. Bei strahlendem Sonnenschein kamen zahlreiche Hundefreunde zum Training, sodass wir die Gruppe auf zwei Plätze verteilten. Auf dem einen Platz gab es Unterordnung im Kreisbetrieb und auf dem anderen Geräte. Hier wurden die Hunde auch noch an Alltagsgeräusche (Klingel, Rassel, Seifenblasen) gewöhnt. Nach einer halben Stunde wurden dann die Plätze getauscht. Nach der Übungsstunde kamen wir nochmal alle zusammen und beendeten ein aus unserer Sicht gelungenes Jugendcamp 2016.

Die Burger Hunde- und Naturfreunde möchten sich bei den Jugendlichen und allen Mitwirkenden bedanken. Es hat sehr viel Spaß gemacht und da es euch auch gefallen hat, werden wir den einen oder anderen bestimmt wieder sehen. Eine Wiederholung ist nicht ausgeschlossen.

 

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