Mit verdreifachter Teilnehmerzahl zur SGSV-Meisterschaft

26 Starter unseres LV gingen bei der diesjährigen SGSV-Meisterschaft in Kemberg an den Start. Im Gegensatz zu 2015 eine tolle Steigerung: im Vorjahr waren wir noch acht Hundeführer. Dass die Kemberger solche Großveranstaltungen wuppen können, bewiesen sie zuletzt 2010 – und eigentlich jedes Jahr aufs Neue mit dem KemBerg-Hundetriathlon. Diese Meisterschaft war die erste unter unserem neuen SGSV-OfT Uwe Schedler aus Suhl und ließ organisatorisch nicht allzu viele Wünsche offen. Den Start machte die Eröffnung am Samstag um 6.30 Uhr. Für viele Teilnehmer klaffte an dieser Stelle sicherlich das größte Fragezeichen. Geschuldet war diese kuriose Position im Zeitplan dem Kalender des engagierten Schirmherren und Kemberger Bürgermeisters Torsten Seelig. Bereits um 7 Uhr standen unsere 5000 m-Läufer an der nahe gelegenen Startlinie: Marie-Kristin Rauschning (Cliff v.d. Senster Flur, AK w ab 15, HSV Senst), Léon Franz (Uhma Kuunvarjo Moon v.H. Letterveld, AK m ab 19, HSV Kemberg), Kathleen Tornack (Willy, AK w ab 35, HSV Bitterfeld) und Bianca Müller (Bente, AK w ab 19, HSV Quedlinburg). Keine Minute zu früh, denn schon da meinte es die Sonne beinahe zu gut. Man könnte meinen, zu unseren Verbandsmeisterschaften kennt Petrus bloß zwei Wetterhebel – strömenden Regen (siehe Rüdersdorf 2012) oder brütende Hitze (siehe heute oder Steinbach-Hallenberg 2015). Mit 19:27 min holte Marie-Kristin sich nicht nur Titel und Quali für die DM sondern auch die viertbeste Zeit aller vierzehn 5000 m-Läufer. Positiver Nebeneffekt der Laufstrecke, die mit Feld/Wiese durchaus anspruchsvoll war, war zweifelsohne der Einlauf im Stadion. Unter den Rufen der Zuschauer und der Anmoderation von René Franz als Stadionsprecher wurde die Läufer gut ins Ziel gepusht. Anschließend fanden auf dem Sportplatz in zwei Ringen die Unterordnungen in Vierkampf 2 und 3 statt. Als Leistungsrichter waren Gabriele Fehmel und Birgit Chomse sowie LR-Anwärterin Nicole Behrendt im Einsatz. Wie es sich für eine Veranstaltung dieser Größenordnung gehört, ließen die Drei in Sachen Strenge auch nichts anbrennen. Einige unserer Starter legten richtig gute Auftritte hin. Vor allem die Gastgeber (alle VK 2, AK w ab 19) konnten ihren Heimvorteil ausspielen. Julia Hönicke (Zasko) holte 58 Punkte, Mareen Kämmrich (Buddy) 57 Punkte und für Anne Falz (Lilli) gab es 54 Zähler. Aber auch Verena Thiel (Jack v. Thekla, AK w 35, HSV Bitterfeld) mit 52 Punkten und unter den Jugendlichen Nina Gerngroß (Lennox, AK w ab 15, HSV Köthen) mit 56 Punkten trotzten der Situation sehr gut. Beide holten sich schlussendlich auch den Titel. Einigen anderen Startern fehlte an diesem Tag ein straffes Nervenkostüm und manchmal einfach nur das nötige Quäntchen Glück. Traditionell klang der 1. Wettkampftag mit dem Sportlerball aus – Freibier, Show und Tanz inklusive.

Der Sonntag begann etwas entspannter mit den Geländeläufen über 2000 m. Auf dieser Distanz waren fünf Sachsen-Anhalt-Starter dabei. Abermals punkten konnte Marie-Kristin, die mit Cliff und Wasko gleich doppelt an den Start ging – mit 6:55 und 6:56 min holte sie sich den Doppelsieg vor der Konkurrenz aus Chemnitz. Der Start von Lara Raspe (Axel v.d. Knappenmühle, AK w bis 14, HSV Quedlinburg) endete der Lauf tragisch: zu Beginn der finalen Stadionrunde stürzte sie, stand unter lauten Motivationsrufen aller Zuschauer auf und kämpfte sich ins Ziel – die Quali zur DM verpasste sie so allerdings um 4 sek. Sandra Raspe (Lexi, AK w ab 35, HSV Quedlinburg) errang Platz 6. Léon Franz holte Bronze, genau wie Peter Platz (Mika v.d. Harth, Ak m ab 50, HSV Bitterfeld). Gegen Ende der Läufe setzte plötzlich Regen ein, der leider bis in die CSC-Starts hinein anhielt.

6 von 22 CSC-Mannschaften waren ein ordentlicher Schnitt für uns als Gastgeber-LV. Erstmals vertrat uns mit Ronny Hellmund mit Kati v. Schäferidyll (QLB), Nina Gerngroß mit Lennox und Vanessa Hinze mit Sally (beide Köthen) eine Jugendmannschaft. Auch wenn unsere 3 gegen das „Leipziger Allerlei“ nichts besehen konnte, kämpften sie sich – ohne gemeinsame Trainingsmöglichkeit im Vorfeld – souverän durch beide Durchgänge. Bei den Erwachsenen lief es umso besser: die Harzer Frühaufsteher reihten sich hinter Leipzig-Süd/Markkleeberg ein und Bitterfeld holte Bronze. Beide Teams schafften so auch die Quali zur DM im September. Köthen, die Harzer Hexen (QLB) und Kemberg landeten auf den Rängen 13, 17 und 19.

Bevor es zur Siegerehrung ging, hatten interessierte Starter wieder die Möglichkeit, sich im K.O.-Cup zu messen. Hier haben wir uns unabsichtlich gegenseitig dezimiert und das oftmals auch noch in vereinsinternen Duellen. Da die Paarungen nach der vorher gemessenen Laufzeit festgelegt werden, ließ sich das aber leider nicht verhindern. Für Vicky Fröhlich vom HSV Bitterfeld lief es aber bis fast zum Schluss rund: sie setzte sich in mehreren Laufduellen gegen ihre Kontrahenten durch und holte mit Abby Platz 2.

Herzlichen Glückwunsch all unseren Sportlern und damit auch mal ein dickes Dankeschön für sportlich-faires Miteinander, das geprägt ist von gegenseitigem Anfeuern, Motivieren und Mitfiebern. Nicht zu vergessen: Danke an die Hundefreunde Kemberg für ein tolles Hundesport-Wochenende nahe des Bergwitzsee und die gute Organisation! Unseren Startern bei der DM – Marie-Kristin und den Harzer Frühaufstehern im CSC – bestes Gelingen auf dem Weg zu den gesteckten Zielen!SGSV-M2016 (37)

 

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